Sieger muss nach furiosem Ritt viel Geduld haben – Jörg Oppermann gewinnt Eröffnungsspringen

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Oldenburg

Zwölf Sprünge, 49,89 Sekunden, null Fehler – als Jörg Oppermann auf For Cornet am Freitagmorgen als Achter von 72 Startern im internationalen Eröffnungsspringen des Agravis-Cups in der großen EWE-Arena in Oldenburg die Zeitschranke passierte, war klar, dass dieser Ritt für eine Platzierung weit vorn reichen würde. Danach benötigte der Rheinländer viel Geduld. Reiter für Reiter biss sich die Zähne an seiner Messlatte aus, und so durfte Oppermann fast zwei Stunden nach seinem furiosen Ritt endlich über den Sieg im Preis der Nordwest-Zeitung jubeln.

Jörg Oppermann gewinnt Preis der NWZ

„Ich liebe dieses Pferd“, hatte der Gewinner eine spontane Liebeserklärung für seinen achtjährigen Hengst parat, nachdem ihn Jörg Hillje, Verkaufsleiter Oldenburg der NWZ , geehrt hatte. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Frederick Troschke (Hagen am Teutoburger Wald), der in diesem Jahr das Eröffnungsspringen beim Oldenburger Landesturnier in Rastede gewonnen hatte, auf Landprincess (50,43 Sekunden) und Marc Bauhofer (Saulgau) auf Acorland (51,49).

For Cornet habe einen starken Charakter, erläuterte Oppermann: „Er ist sehr schnell geworden und hat schnelle Wendungen. Der Parcours war fair gesetzt.“ Der 30-Jährige war im Juni dieses Jahres Dritter bei den deutschen Meisterschaften geworden – allerdings auf Che Guevara, seinem 14-jährigen Spitzenhengst, der ebenfalls in Oldenburg zum Einsatz kommt.

Vor fünf Monaten hatte Oppermann noch dem deutschen Meister Denis Nielsen den Vortritt lassen müssen. Der Löninger (26) schaffte es im Preis der Nordwest-Zeitung auf Rang sechs. Ein Erfolg, immerhin hatte Nielsen in der siebenjährigen Stute Calanda das jüngste Pferd aller Teilnehmer am Start. „Ich bin sehr zufrieden. Calanda wird nach und nach an die größeren Prüfungen herangeführt und hat einen sehr guten Eindruck gemacht“, sagte Nielsen. Einen Platz vor dem Löninger landete in Weser-Ems-Meister Hartwig Rohde (Werlte) ein weiterer bekannter Name aus der Region.

Am Abend gewann der Niederländer Jan Gert-Bruggink dann das erste Weltranglisten-Springen des Turniers. Auf Vampire blieb er im Stechen in 33,06 Sekunden fehlerfrei. Zweiter wurde Landsmann Robert Vos auf Carat (33,78) vor Maurice Tebbel (Emsbüren) auf Chaccos’ Son (34,00).

 

Quelle: http://www.nwzonline.de/sport/pferdesport/sieger-muss-nach-furiosem-ritt-viel-geduld-haben_a_6,0,244523752.html

 

Benny Hermann